Was ist Tanz- und Bewegungstherapie?

 

 

 

 

 

 

 

Den Menschen dort abholen, wo er gerade steht.

Tanz- und Bewegungstherapie kurzgefasst

Die Tanz- und Bewegungstherapie ist eine Form der Kunsttherapie und hat nichts mit dem alltäglichen Begriff von Tanzen oder gar Tanzkurs oder bestimmten Fähigkeiten zu tun.

Diese Therapieform bezieht den Körper mit ein, indem auf Körperempfindungen geachtet und mit Bewegung gearbeitet wird. Beispielsweise können so Gefühle nicht nur «gedacht», sondern auf der Körperebene gespürt und ausgedrückt werden.

Damit ist die Tanz- und Bewegungstherapie eine sinnvolle Alternative, um nicht nur über Gespräche, sondern auch über das körperliche Erleben Erkenntnisse über sich selbst zu gewinnen.

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Elemente der Tanz- und Bewegungstherapie

In der Tanz- und Bewegungstherapie finden sich Elemente des Tanzes, aber auch der Atemarbeit, der Meditation, der Rhythmus- und Stimmarbeit, der Entspannungsmethoden und der Körperpsychotherapie. Zentral ist die achtsame Körperwahrnehmung.

Nebst der Bewegung können auch die Verkörperung von Rollen, das Aufstellen von Systemen oder Situationen, das Malen und Schreiben eingesetzt werden.

Diese Therapieform ist nicht «non-verbal». Ein wichtiger Teil ist immer auch das Gespräch, um das Erlebte zu reflektieren und Verbindungen zum Alltag zu knüpfen.

Orientierung am Prozess

Das Leben steht nie still - der Lauf der Zeit hält nie inne. Ebenso ist es mit der menschlichen Entwicklung - wir entwickeln uns stets weiter. Entsprechend befinden wir uns in einem fortwährenden Prozess, in dem wir uns manchmal verlaufen, suchen und neu finden.

Der Fokus liegt im prozessorientierten Therapieansatz nicht alleine auf einem Problem, sondern immer auch auf dem Bewusstwerden von sich selbst, von den Emotionen und Bewertungen sowie von dem, was uns stärkt.

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 «Wir benötigen einen Kompass, der uns verortet und ausrichtet

(ein Navigationsgerät kann uns 'nur' die schon bekannten Wege zeigen).»

(Klingenberger & Ramsauer, 2017)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Warum habe ich mich für die Tanz- und Bewegungstherapie entschieden?

Ich tanze, seitdem ich denken kann. Im Tanz konnte ich mich ausdrücken, meine Emotionen zeigen, meine Kraft spüren. Natürlich nur zuhause hinter verschlossener Tür. Ich habe auch Tanzunterricht besucht und verschiedene Arten des Tanzes ausprobiert und so meinen eigenen, vermischten Stil gefunden.

Nach dem Gymnasium verabschiedete ich mich von meinem vorwiegend technischen und analytischen Denken und entschied mich für das Studium der Psychologie. Mich hat damals das Wissen über die psychischen Vorgänge im Menschen interessiert, noch nicht aber die Therapie.

Erst nach einem längeren Ausflug in die verkehrspsychologische Diagnostik ist in mir der Wunsch gewachsen, auch therapeutisch zu schaffen. Meine eigene Erfahrung der heilsamen Kraft des Tanzes sowie meine erlebten Schwierigkeiten, mich durch logisches Denken, Wissen und Gespräche von psychischen Belastungen zu lösen, haben mich zu der Tanz- und Bewegungstherapie geführt. Und hier bin ich zuhause.

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